Gemeinsam Arbeiten an den „Future Tasks“ – Zusammenarbeit mit der Partnerschule aus Den Haag

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1. März 2017

Beim diesjährigen Austausch „FUTURE TASKS“ des 11. Jahrgangs mit der holländischen Partnerschule in Den Haag stand inhaltlich die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Thema Flüchtlinge und Migration im Mittelpunkt. Dazu waren wir im Haus der Kulturen zu Gast, wo uns Herr Rüscher – der Koordinator für das Ehrenamt zur Integration von Flüchtlingen – einen Überblick über die Ereignisse im letzten Jahr gab und ausführlich über die Herausforderungen und die Lösungen in Bezug auf die Unterbringung der Flüchtlinge in Braunschweig berichtete. Dabei wurden die Konzepte und die teilweise bereits fertig gestellten baulichen Maßnahmen vorgestellt.
In der KAUFBAR des Roten Kreuzes erfuhren wir dann von Frau Blümel, welche Braunschweiger Integrationsmaßnahmen in ihrem Hause gebündelt und koordiniert werden. Sie zeigte gelungene Wege auf, erläuterte aber auch die Probleme, die sich ergeben, wenn sich nach der Euphorie der Willkommenskultur nun der Alltag einstellt. Sie hob hervor, dass viele Menschen und Institutionen stark gefordert seien und sich teilweise überfordert fühlten. Es fehle an Personal, Wissens- und Erfahrungsaustausch. Hier wünscht sie sich eine stärkere Unterstützung von Seiten der Politik. Den Vorteil ihrer Institution sieht sie darin, dass bei ihr Missstände schnell erkannt würden und Lösungen koordiniert werden könnten.
Da sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland in diesem Jahr Wahlen stattfinden, sollten die Schüler in die Rollen zukünftiger Regierungsmitglieder schlüpfen und eine Roadmap für die Migrationspolitik und die Integration der Geflüchteten entwickeln. In gemischten deutsch-niederländischen Gruppen diskutierten die Schüler – in englischer Sprache – und stellten anschließend ihre Ergebnisse vor. Deutlich wurde dabei unter anderem, dass das Erlernen der jeweiligen Landessprache eine wichtige Voraussetzung für die Integration sei und eine gemeinsam europäische Lösung anzustreben ist. Als problematisch wurde erkannt, dass die in den Ländern vorherrschenden nationalistischen Tendenzen ein Bemühen um eine Lösung erheblich erschweren könnten. Diesen müsse mit der Aufforderung nach mehr Toleranz und Aufklärung begegnet werden. Andererseits müssten Migranten und Flüchtlinge aktiv zu ihrer Integration beitragen, indem sie Angebote wie beispielsweise zum  Spracherwerb annähmen. Ghettobildungen seien unbedingt zu vermeiden.
Neben der thematischen Arbeit hatten die Schüler viele Möglichkeiten sich kennenzulernen und gemeinsame Erfahrungen bei Ausflügen nach Berlin und Wolfsburg sowie einer vorbereiteten Stadtführung und beim Bowlingabend zu sammeln. Nach einem langen Abschiedsabend freuen sich nun alle auf den Gegenbesuch in Den Haag im März, der unter der Leitung von Antoon an Mechelen und Saskia Troost wieder ein aktuelles Thema beinhalten wird. Von deutscher Seite sind in diesem Jahr Tobias Lutterbeck und Jens Siebert als Kollegen dabei.
SIB